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| Verpackungsmaschinen |
Für die richtige Verpackungsart gilt „So sicher und ansprechend wie möglich – so wenig wie nötig“. Dabei ist hier die Beachtung eines nicht unbedeutend großen Spektrums verschiedener Faktoren nötig.
Die Form des Packgutes kann rund, eckig, lang, dick oder dünn sein. Die verschiedene Empfindlichkeit der Produkte erfordert angepasste Sicherungen. Die Art des Verschlusses variiert von Verkleben über Umreifen bis hin zum Einstretchen mit Folie. Zusätzlich könnten die Packstücke für Kommissionierungen o.ä. einer gesonderten Kennzeichnung bedürfen. Die Liste der Möglichkeiten ist hier unendlich lang.
Je mehr Faktoren zur Realisierung einer Lösung berücksichtig werden müssen, umso breiter gefächert ist bekannter maßen auch der Markt an angebotenen Spezialmaschinen. Der Verpackungsmaschinenbau gilt als Sondermaschinenbau. Für jeden Maschinenbau-Ingenieur ist so eine Maschine eine Herausforderung, da unter Berücksichtigung der Marktanforderungen sowie der verkaufsgerechten Endverpackung meist auch der kundenspezifische Prozess mit integriert werden muss.
Für Verpackungen, welche Waren beim Transport schonen, vor Schmutz schützen und evtl. auch noch ansprechend präsentieren sollen, gibt es genügend Alternativen an Maschinen, unter welchen der Verpacker wählen kann.
Die Vorteile einer solchen Verpackungsmaschine – egal ob manuelles Zusatzgerät oder Vollautomat – sind im Vergleich mit der Ausführung durch den Menschen nicht von der Hand zu weisen.
Ab bestimmten Packstückzahlen ist es aus kaufmännisch rechnerischer Sicht unumgänglich, den Verpackungsautomaten vorzuziehen. Ebenso ist es wirtschaftlicher mehrere Packgüter zu einer Einheit zusammen zu fassen und somit Versandkosten zu sparen.
Einige Verpackungsarten, wie z.B. Einstretchen von Paletten erfordern zur Kraft auch ein gewisses Maß an Gleichmäßigkeit, welches von Menschen Hand nicht geleistet werden kann.
Zum wirtschaftlichen und leistungstechnischen Aspekt fallen noch spezielle Anforderungen durch die Produkte selbst an die Verpackung an. Lebensmittel unterliegen besonders strengen hygienischen Auflagen, ebenso wie Medikamente oder Kosmetika. Gefährliche, brennbare oder auch explosive Güter, wie Spraydosen, giftige Stoffe, Lacke und Farben usw. müssen unter speziellen Sicherheitsmaßnahmen und zudem noch versandsicher verpackt werden. Für diese Produkte gibt es auch für die Versandverpackung nur eine Möglichkeit um den Auflagen entsprechend verpacken zu können: eine in sich abgeschlossene Verpackungsanlage.
Die gängigsten Endverpackungs-Möglichkeiten gliedern sich in vier große Gruppen auf:
Umreifungen mittels Stahl- oder Kunststoffbändern, Einschrumpfen mittels Kunststofffolien, Palettenwickler und Baderoliermaschinen. |
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| Umreifungen mittels Stahl- oder Kunststoffbändern |
Umreifungsbänder sorgen für einen sicheren Verschluss von Packgütern wie Paletten, Ballen, Kisten, Kartons und sind bei so genannten Stülpkartons unumgänglich. Hier werden Kartons schnell, sicher und preisgünstig verpackt. Diese Methode empfiehlt sich auch bei schwerem Stückgut.
Führende Paketdienste empfehlen grundsätzlich eine Umreifung von Packstücken mit Kunststoffbändern.
Für die Umreifung mit Kunststoffbändern gibt es verschiedenste Spann- und Verschlussgeräte. Manuelle Geräte, wie der robuste Handspanner oder das Magazingerät, sind preisgünstig und wahlweise mit oder ohne Hülsenverschluss erhältlich.
Elektrische Spann- und Verschlussgeräte wie Akku-Umreifungsgeräte bieten bei hülsenlosen Schweißverschluss eine erheblich höhere Verschlussfestigkeit als manuelle Geräte und sparen zudem Arbeitszeit und Kosten für die Hülsenverschlüsse. Wahlweise sind diese Geräte mit manueller Spannung oder auch vollelektrisch erhältlich.
Als Klassiker für starke Belastungen durch schwere Packstücke gilt die Umreifung mit Stahlbändern. Diese Verpackungsart wurde auch speziell für runde Packstücke konzipiert.
Die hierfür erforderlichen Stahlbänder sind in Scheiben- oder Packenwicklung erhältlich. Das Stahlband selbst gibt es in den Ausführungen blank, gebläut oder verzinkt.
Wie bei der Umreifung mit Kunststoffbändern gibt es auch hier manuelle Spanngeräte als preisgünstige Variante oder für Sonderanwendungen die speziellen Flach- und Rundspanner. Der Kraftaufwand ist dank günstiger Hebelanordnung verhältnismäßig gering.
Die pneumatischen Stahlbandspanner entlasten den Bediener krafttechnisch noch mehr und sind bei sehr häufigem Einsatz und hohen Spannungen die perfekte Wahl. Für die Verschlussbildung werden hier separate Verschlusshülsen eingesetzt, so dass das Band bei runden Gegenständen oder bei Paketen mit geringer Oberfläche satt gespannt werden kann.
Ebenso kann man bei beiden Geräten – ob manuell oder pneumatisch – wiederum zwischen hülsenlosem Verschluss oder Hülsenverschluss wählen, wenn man die erforderliche Packsicherheit gegen die anfallenden Kosten – immerhin ca. 10% Mehrkosten für Hülsenverschlüsse – abwägt.
Als Alternative zu den Handspannern gibt es selbstverständlich auch halb- oder vollautomatische Umreifungsmaschinen. Diese sind für den harten Dauereinsatz entwickelt, sparen wertvolle Arbeitszeit und erhöhen gleichzeitig die Transportsicherheit durch eine absolut sichere Umreifung der Packstücke.
So genannte Schmalband-Umreifungsmaschinen bieten durch den Einsatz von Bändern mit fünf Millimetern Breite eine besonders hohe Arbeitsgeschwindigkeit und sind vor allem dort im Einsatz, wo der Durchsatz an Packstücken eine Rolle spielt. Umreifungs-Vollautomaten können mit jeder Fördertechnik vernetzt werden und gewährleisten ein Höchstmaß an Prozesssicherheit.
Um die Umreifung möglichst effizient und einfach zu gestalten, empfiehlt sich als Ergänzung die Anschaffung eines Abrollwagens für die Bänder. Sie garantieren leichtes und bequemes Abrollen – gerade beim Einsatz von manuellen Geräten – und sind mit automatischer Abrollbremse sowie Klammernfach und Ablage für den Verschlussapparat erhältlich.
Für Bänderrollen im Großformat bietet sich der fahrbare Abrollwagen an – im Gegensatz dazu gibt es auch das Tischgerät für Kleinrollen-Umreifungsbänder als leichte tragbare Ausführung für den einfachen Transport von einem Packstück zum anderen.
Ein weiteres notwendiges Hilfsmittel für die Stahlband-Umreifung ist die Stahlbandschere.
Im umfangreichen Angebot vom einfachen Standard-Modell bis zur hochwertigen Sicherheits-Stahlbandschere für höchste Ansprüche, findet hier jeder genau die richtige Schere für seinen Bedarf. Bei allen Scheren wird die Hebelwirkung umgesetzt um den Kraftaufwand für den Bediener möglichst gering zu halten. |
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| Einschrumpfen mittels Kunststofffolien |
Auch hier ist es wieder einmal das Produkt, das über die Art des Einschweißens oder Aufschrumpfens entscheidet. Ob Waren nur sicher transportiert werden sollen oder auch ansprechend präsentiert werden müssen, macht hier den kleinen aber feinen Unterschied.
Speziell für ungleichmäßig geformte Produkte oder Produkte, welche nach innen von der Palettenkante versetzt sind, bietet sich Schrumpfen als ideale Lösung an.
Die aufgesetzte Schrumpffolienhaube wird über die bestückte Palette gezogen, und mittels Wärmezufuhr schrumpft diese direkt an die Packstücke an; es entsteht ein fester Kraftschluss zwischen Palette und Packgut. Gleichzeitig sind die Packgüter vor Umwelteinflüssen wie Spritzwasser oder Staub geschützt und die geschrumpfte Haube bildet zudem für das Produkt zusätzlich eine Warensicherung.
Wer denkt, die für das Schrumpfen benötigte Hitze sei den Waren nicht zuträglich, wird durch die neueste Technik beim Schrumpfen eines Besseren belehrt. Hochentwickelte Maschinen erwärmen empfindlichste Waren beim Einschweißen nur um 0,7° Celsius und kommen somit nur noch für einen ganz kleinen Produktanteil nicht in Frage.
Das handlichste Gerät für das Einschrumpfen ist die Schrumpfpistole. Mit ermüdungsfreiem Griff, knapp 1,5 kg Gewicht, abgewinkelter Form und einer Flammstreuung von ca. 30 cm ist sie ideal für den Einsatz am Packstück durch den Menschen. Totmannschaltung, Schlauchbruchsicherung und doppelt gesichertes Gasventil sorgen zudem noch für die Sicherheit. Klein, leistungsstark und sparsam bietet sich die Schrumpfpistole für menschlich vertretbare Packstückzahlen an.
Für den Dauerbetrieb sind die Schrumpfhaubenmaschinen konzipiert. Als halbautomatische Maschinen zeichnen sie sich durch die enormen Schweißrahmen aus und können auch bei hohen Verpackungsleistungen und großen Produkten mit umweltfreundlicher Folie betrieben werden.
Verwendung findet eine so genannte Halbschlauchfolie, welche von einer Rolle abgewickelt wird. Der Bediener legt das Packstück ein und zieht dieses mit der Folie in die Schrumpfkammer. Nach Verschließen der Maschine verschweißt ein Heizdraht die Folie und trennt gleichzeitig den Folienüberstand ab, Heißluft schrumpft die Folie absolut dicht an das Produkt an. Dieser komplette Arbeitsvorgang dauert ca. zehn Sekunden.
Schrumpftunnelanlagen finden in Kombination mit Winkelschweißer oder auch per Handbestückung dort Anwendung, wo in größeren Mengen Packstücke schnell, effektiv und perfekt verpackt werden sollen. Der Vorteil im Vergleich zur Schrumpfhaubenmaschine besteht darin, dass innerhalb von Sekunden auf ein anderes Folien- bzw. Verpackungsformat gewechselt werden kann. |
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| Palettenwickler |
Zweifellos ist die Ladungssicherung per Palettenwickler die einfachste und preiswerteste Lösung. Die Wickelfolie schützt auch hier die Ware vor Verschmutzung und Beschädigung und bei Einsatz von durchsichtiger Folie ist noch ein gewisser Grad von Produktpräsentation möglich.
Durch eine Magnetbremse wird beim Palettenwickler der Rollenträger mit der Wickelfolie gebremst, so dass die Folie mit einer langsameren Geschwindigkeit gefördert wird, als das Packgut am Drehteller rotiert. Dadurch kommt es zu einer langsamen und kontinuierlichen Dehnung der Folie. Durch diese Folienabzugsspannung werden die Packstücke sicher fixiert.
Wickelmaschinen können nahezu problemlos in jedes bestehende Verpackungssystem mit eingebunden werden.
Die neueste Entwicklung im Sortiment der Palettenwickler ist der leistungsstarke vollautomatische Ringwickler, welcher einen Stretchgrad der Folie von bis zu 300% erreicht – und das ohne zusätzlichen Motor. |
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| Baderoliermaschinen |
Ob zwei kleine Paletten auf einer Euro-Trägerpalette gesichert werden sollen oder ob kantenempfindliche Produkte für die Hochregallagerung vorbereitet werden – hier liegen ganz klar die Stärken der Folienbanderoliermaschinen.
Im oberen Palettenbereich wird hier ein Folienband formbündig um die Packstücke gelegt, ohne die Kanten zu beschädigen oder zu belasten – man spricht hier von „sanftem Umreifen“. Dies bedeutet minimalen Materialeinsatz. Für die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Rückverfolgbarkeit einer Versandeinheit, ist die Banderoliermaschine ideal: die Folienbanderole wird als Träger des Großetikettes einer Palettenversandeinheit eingesetzt. Ebenso ist es äußerst werbewirksam, die Folienbanderole mit aktuellen Infos oder/und dem Firmenlogo zu bedrucken. Eine Auszeichnung mit Produktdaten, Abpack- bzw. Verfallsdatum auf der Banderole erleichtert beim Empfänger die Zuordnung und wird aus diesem Grunde sehr geschätzt.
Banderoliermaschinen gibt es als kleines Tisch-Modell, Stand-Modell bis hin zur vollautomatischen Banderolieranlage. Mit dem Automaten können die Bünde je nach Bedarf ein oder zwei mal satt und kantenschonend banderoliert werden.
Die Menge der zahlreichen Möglichkeiten an Verpackungstechniken zeigt die riesige Bandbreite des Endverpackungs-Marktes auf.
Die Verpackungsindustrie sucht Hände ringend Diplom-Ingenieure, welche sich auf dieses Fachgebiet spezialisieren, um über die Entwicklung entsprechender Maschinen den zahlreichen Kombinationen an Anforderungen gerecht zu werden.
Der Zwischentransport- und Verpackungssektor ist ein Gebiet, welches gerne übersehen wird.
Die Wichtigkeit nimmt jedoch mit steigenden Ansprüchen der zu verpackenden Produkte mehr und mehr zu und rückt über den Versandhandel auch bei Endverbrauchern immer weiter in den Vordergrund. |
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